



In den Nachrichten finden wir diese Tage sehr prominent mehrere Anschläge auf KRITIS. Vor allem Umspannwerke und Schaltwerke scheinen beliebte Ziele zu sein. Ob dahinter geopolitische Akteure stecken oder Extremistische Gesinnungen ist für die KRITIS-Betreiber und betroffene Kundinnen und Kunden zunächst zweitrangig, wenn es um die Versorgungssicherheit geht.



Wir finden eine Reihe unterschiedlicher Anschlagswerkzeuge – von Drohnen, über Sprengstoff, Brandbeschleuniger bis zu forcierten Kurzschlüssen ist alles dabei.
Dabei merken wir: es ist schwierig, unsere Infrastruktur flächendeckend zu verteidigen. Dabei werden nun verschiedene Themen diskutiert. Sollen wir Datenschutzregeln „aufweichen“, um über Videokameras auch öffentliche Bereiche um kritische Einrichtungen herum zu überwachen? Das sollte eigentlich ein „No Brainer“ sein, da wir auch in unseren Städten unter dem Argument der öffentlichen Sicherheit und Ordnung großflächige Kameraüberwachung zulassen.
Dann wird diskutiert, wie wir es mit der Drohnenabwehr halten wollen. Die eigentliche Abwehr soll dabei den Behörden obliegen – aber wie sieht es mit „Notwehr“ aus, wenn eine Drohne in ein Umspannwerk einfliegt? Muss der Betreiber nun auf die Polizei warten, oder dürften zur Gefahrenabwehr doch Maßnahmen ergriffen werden?


Wir finden eine Reihe unterschiedlicher Anschlagswerkzeuge – von Drohnen, über Sprengstoff, Brandbeschleuniger bis zu forcierten Kurzschlüssen ist alles dabei.
Was wir auch merken ist, dass die CER-Direktive mit ihren bisherigen Schwellwerten zu hoch angesetzt ist. Wir müssen über eine generelle Betrachtung des physischen Schutzes und der Sabotageabwehr von kritischen Einrichtungen unabhängig von Betreiber-Schwellwerten nachdenken.
Über alles das werden Verbände, Politik und Behörden zu diskutieren haben, um Lösungen zu finden. Doch das kann dauern und wird je nach politischer Position und Blickpunkt zu Kompromisslösungen führen.
Wir brauchen - das werde ich nicht müde zu betonen - einen dynamischen und kraftvollen Ansatz in der Risikoerkennung und der Abwehr von Risiken. Wir befinden uns schon lange in einer hybriden Gefährdungslage, die konzentriertes Handeln verlangt.
Ein Organisational Resilience Management System (ORMS) ist dafür da, dynamisch und schnell auf Bedrohungen und Risiken zu reagieren, dabei aber vor allem die Versorgungssicherheit im Blick zu behalten. Wir müssen eine gute Balance in vielen Themen finden – Zukunftsfähigkeit und Überlebensfähigkeit sinnvoll gestalten und dabei noch wirtschaftlich sinnvoll agieren. Das alles für unser #surviveANDprosper.



